Sonntag, 28. Mai 2017

FK JUNIOR Decín vs. TJ Mojžír 3-2

I.A třída dospělých - sk. A                 
Městský stadion Děčín
Zuschauer: 120


Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu, so kann man die letzte Fahrt von A nach B beschreiben. So wurde erst nach einem streunenden Hund geschaut, dass er nicht überfahren wird, dann wollte uns das Navi nicht richtig navigieren und am Ende war die geplante Straße im Zielort wegen Baustelle gesperrt und auch die Umleitung brachte nichts ein, so dass wir auf der anderen Seite parken musste und auf dem Fußmarsch zum Eingang ertönt der Anstoß. Gut, ca. 30 Sekunden verpasst, manch einer würde das Stadion jetzt nicht zählen, andere würden sich dafür auspeitschen und wiederum eine andere Gruppe nimmt dies gelassen hin, ärgert sich kurz, schaut dann aber brav Fußball. Dieses Stadion steht schon seit längerem auf der Liste um besucht zu werden, sollte aber nie wirklich klappen. Mag vielleicht auch am Anstoß Sonntag 17 Uhr liegen. Dies ist schon seit Jahren die Regel und wenn man dann noch 500 Kilometer heimfahren muss sowie meine ehemalige Schichtzeit kennt, so passt das einfach nicht. Heute halt schon. Dabei haben wir aber die Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht, wie es so schön heißt, dazu aber später mehr. Erstmal genießen wir das Stadion mit seiner Holztribüne, dem steilen Traversenhang hinter dem Tor sowie die zwei überdachten Tribünen auf der Gegenseite. Selbst hinter dem anderen Tor war früher sicherlich noch Ausbau, dort fehlt aber jetzt ein Stück, ein Fluchttor wurde eingerichtet sowie nebendran ein Supermarkt erbaut. Neben dem Stadion war sicherlich auch die tätowierte Kassiererin im Dynamo-Shirt, davon gibt es aber leider kein Foto. Einziges Manko am Stadion ist der Kunstrasenplatz, aber darüber kann man dann auch mal hinweg sehen. Erneut am Verpflegungsstand die Frage nach roter oder weißer Klobasa, erneut nicht verstanden und auf Deutsch erklärt bekommen. Rot natürlich, die Weiße sieht doch ein wenig nach normaler Bratwurst aus. Und so genießen wir das letzte Spiel der Tour, 2-0 für den Gastgeber, dann das 2-1 und Halbzeit. Im zweiten Durchgang macht Miroslav Betyár den Dreierpack kurz nach dem Wechsel perfekt und auch Vít Fiala kann zehn Minuten vor dem Ende zum Doppelpack einnetzen. Ein Elfmeterbolzen blieb uns dann glücklicherweise erspart, es war aber mehr als knapp, denn die Gäste trafen in der Schlussphase noch zweimal den Pfosten und mussten dann so den Platz als Verlierer verlassen. Dadurch dürfte man wohl raus aus dem Aufstiegsrennen sein, die Gastgeber feiern dagegen einen wichtigen Dreier im Kampf um den Abstieg. Je nachdem wie viele am Ende dann absteigen, hat man nun vier Punkte Vorsprung auf den Drittletzten. Wir feierten auch noch unseren Sechserpack vom Wochenende, die Feierei hörte aber bald auf als man die Verkehrsnachrichten vernahm. A4 zu, A72 zu, irgendwie alles zu. Und so nahmen wir erst gar nicht den Weg via A4 von Dresden aus nach Hause sondern bogen vorher ab und fuhren via Freiberg auf der Bundesstraße. Hier dann aber eine Straße wegen Baustelle gesperrt, wenig später dann bei Chemnitz auf der A4 gewesen, hier staute es sich auch und die Ankunftszeit wurde immer später. Dem, sonst so, gelassenen Kollegen packte dann auch irgendwann die Wut, jeder, heute nicht beim Fußball war, muss 50 Euro in die Kasse einbezahlen. So seine Meinung. Nachdem dann auf der A9 auch nochmal stockender Verkehr herrschte, lief es irgendwann, und um 1.40 Uhr war ich schlussendlich zu Hause. Knapp 1.5 Stunden später als geplant, aber selbst Schuld, wenn man auf die Vignette verzichtet um Geld zu sparen. So hätte man vom letzten Spielort direkt querbeet nach Cheb fahren können und hätte den ganzen Staustress nicht gehabt. Hinterher ist man immer schlauer und beim nächsten Mal macht man es vermutlich besser…

SK PLASTON Šluknov vs. TJ Chlumec 1-1

I.B třída dospělých - sk. A                 
Stadion Šluknov
Zuschauer: 160


Zeitlich war die ganze Tour eigentlich ziemlich entspannt, keine große Hetzerei, kein Stress, gemütlich von A nach B fahren, etwas von der Landschaft sehen und das Wetter genießen. So war dann auch der Weg in die nördlichste Stadt Tschechiens. Hier hatten wir vor gut einem Jahr mal genächtigt, aber viel Erinnerung blieb nicht mehr. Gut, der Tesco wurde an der Hauptstraße wieder erkannt, aber ansonsten war es das auch. Und da wir auch diesmal deutlich vor Anstoß ankamen und erstmal im Plattenbau gelandet sind, ehe wir das Stadion gefunden hatten, ging es noch an die Grenze um den rauchenden Vorrat für zu Hause aufzufüllen. Schon nervig alle paar Tage im deutschen Supermarkt Zigaretten holen, gut, einfacher wäre es natürlich einfach aufzuhören. Wird sicherlich auch eines Tages passieren. Besorgungen erledigt, wieder zurück zum Stadion, vor der Tür bereits ein deutsches Kennzeichen zu erblicken. Aber nicht weiter schlimm. Nette Anlage hier, wenn auch nur eine Seite bebaut ist, die Tribüne konnte aber durchaus gefallen. An den Augen hatten wir zum Glück dann doch nichts, denn zum Einen war die Schrift am Tribünendach verwischt, zum Anderen liefen die Gastgeber im Arsenal-Outfit auf. Schon fraglich und traurig zugleich, dass man kein eigenes Satz Trikots sich leisten kann, aber gut, man muss es so hinnehmen. Vielleicht fühlen sich die Spieler dadurch auch willensstärker aber dennoch nicht mehr erfolgreicher als wenn sie normale Trikots mit dem eignen Vereinswappen tragen würden. So gingen die Gastgeber dann im ersten Durchgang auch in Führung, freudig unterstützt von einem kleinen Anhang samt Trommel, aber die weiteren Torchancen blieben allesamt ungenutzt. Im zweiten Durchgang wurden dann die Gäste stärker, ich gesellte mich dann mal fünfzehn Minuten vor Ende von der Tribüne ans Stankett, war die Luft auf der Tribüne einfach drückend. Dies brachte mir zwar dann einen leichten Sonnenbrand auf der Schädeldecke ein, aber ich hatte wieder Luft zum Atmen. Gleichzeitig musste ich aber dennoch mehrmals den Atem anhalten, denn es war nur noch eine Frage der Zeit bis die Gäste den Ausgleich erzielen. Vier Minuten vor dem Ende wird nur die Latte getroffen, zwei Minuten später landet der Ball dann schlussendlich doch im Tor, per Seitfallzieher von der Strafraumkante wird der Ball in die Mitte befördert und von dort per Direktabnahme vollendet. Schön anzusehen, aber weniger schön für das Ergebnis, denn der aufmerksame Leser weiß nun, wir sind im böhmischen Teil und in diesem Teil wird bei Unentschieden der dritte Punkt im Elfmeterschießen ausgeschossen. Zuviel des Guten, wir zogen nach den regulären 90 Minuten weiter, wird die Fahrt zum letzten Spiel der Reise dann doch bisschen enger. Die Gäste gewannen dann übrigens im Elfmeterschießen, im Endeffekt macht es tabellarisch aber nicht mehr viel aus…

SK Skalice u Ceske Lipy vs. FK Železný Brod 4-2

Krajský přebor Liberecký kraj                 
Stadion Skalice
Zuschauer: 120


Mittlerweile wird es immer schwieriger einen passenden Kick für den Sonntagmorgen zu finden, wenn man nicht unbedingt auf Jugend zurückgreifen möchte. Außer man ist im mährischen Teil Tschechiens, was wir aber heute ja nicht unbedingt sind. Manchmal hat man aber auch mal Glück im Leben und so findet sich ein Morgenspiel in unmittelbarer Nähe bzw. im nächstgelegenen Bezirk. Anstoß 10.30 Uhr, Tribüne vorhanden, kann man anschauen. Das knapp bekleidete Mädchen von gestern Abend hatte heute ein wenig mehr an und war anscheinend noch ein wenig müde, servierte aber artig das Rührei und räumte auch brav den Tisch ab. Nettes Mädchen, könnte ich mir für zu Hause auch vorstellen. Die andere Lady von gestern hat ab heute zwei Wochen Urlaub, klar, dachte ich mir, sie will bestimmt mitkommen, ich habe ja schließlich auch noch zwei Wochen Urlaub, aber morgens war sie nicht gesehen, vielleicht sehe ich sie ja beim Nachmittagspiel wieder, welches in der gleichen Stadt wie die Übernachtung stattfindet. Fast pünktliche Abfahrt, die Strecke zog sich dann aber doch ein wenig, aber pünktlich wie die Maurer fuhren wir ein, aus dem Auto heraus bezahlt, keine Karte bekommen, dafür ein Programmheft. Auf Tschechisch erklärt bekommen, dass die Nummer als Los zählt, na dann schauen wir mal. Noch schnell an die Theke, ein Konterbier besorgt und dann auf die Schattenplätze der Tribüne gepflanzt. Munteres Spiel mit vielen Toren in der Anfangsphase, so stand es nach zwanzig Minuten bereits 3-0 und zur Halbzeit gar 4-0. Die Partie schien gelaufen zu sein, das freute u.a. die Ladys vor uns, die sich dann in der zweiten Halbzeit bereits das zweite Pivo rein kippten, wobei ich bei einem blieb und mir zum zweiten Durchgang nur noch eine verschrumpelte Klobasa besorgte. Geschmacklich aber in Ordnung. Und so plätscherte das Spiel irgendwie dahin, Viertelstunde vor Schluss wurde Ergebniskosmetik betrieben, mit dem Abpfiff dann noch das 4-2 per Elfmeter. Das war es dann auch schon, gemütlich zum Auto und den Hof verlassen.

Samstag, 27. Mai 2017

FK Teplice vs. FK Dukla Praha 0-1

ePojisteni.cz liga                 
Stadion Na Stínadlech
Zuschauer: 10125


Am Donnerstag hatte ich davon gelesen, dass das letzte Heimspiel der Saison von Slavia Praha in ihrem alten Stadion ausgetragen wird, aufgrund von Konzertveranstaltungen im Eden. Klar, das Stadion fehlt mir noch und ich hätte gerne die Chance genutzt, diesen Schönheitsfehler am heutigen Tag zu korrigieren, aber zum Einen war das Spiel natürlich ausverkauft, da Slavia Meister werden kann, zum Anderen hatte ich ja noch einen Mitfahrer bzw. einen Fahrer dabei, selbst wenn ich es vor Ort auf gewohnte Art hätte probieren können, so wäre der Mitstreiter eventuell leer ausgegangen und das wollte ich eben auch nicht. Hat auch bisschen was von Menschlichkeit zu tun, der Eine hat welche, der Andere eben nicht. Im Nachhinein war zu lesen, dass selbst der Schwarzmarkt wohl kaum vorhanden war, so kam ein Duo aus Nürnberg nur zur Hälfte rein, sprich, nur einer von zwei. So denke ich alles richtig gemacht zu haben, denn man hätte ja eine geografisch sinnvolle Tour neu ausarbeiten müssen und ob das alte Stadion nun wirklich abgerissen wird, wie bei meiner Quelle zu lesen war, bleibt abzuwarten, diverse Facebook-Seiten bezüglich tschechischem Fußball haben derweil noch nichts davon berichtet. Ich lasse mich überraschen. So wurde dann die Planung aufrecht gehalten und der Weg sollte uns nach Teplice führen. Fehlt mir noch, ja, bietet sich ja heute an. Irgendwann soll ja auch mal die erste Liga in Tschechien komplettiert sein. Im Vorfeld war auf der Homepage zu entnehmen, dass Eintritt frei wäre und für die ersten 500 Zuschauer gibt es Freibier. Oder gibt es nur für die ersten 500 Zuschauer freien Eintritt und Freibier? Der Übersetzer ist ja nicht immer der Beste. Vor Ort konnten wir dann aber feststellen, dass es für jeden freien Eintritt gibt, somit das dritte Mal am heutigen Tage kostenlos ins Stadion gelant, zugleich aber auch ein Tag ohne Eintrittskarte. Personenkontrolle am Eingang lasch, schnell war man drin, konnte sich soweit auch ganz gut bewegen, zumindest auf Haupttribüne und Hintertor, man wäre aber wohl auch auf die andere Hintertorseite gekommen, wenn man gewollt hätte. Ans Pivo traute ich mich nicht, war überall Birrell, der alkoholfreie Ableger, zu sehen, nur ein Zettel hing an der Scheibe mit Gambrinus Gól für 25CZK/0.4l. Könnte Vollbier sein, vielleicht aber auch nur Leichtbier, daher lieber komplett boykottiert. Klobasa gab es für 49 CZK, davon auch Gebrauch gemacht und eine getestet, war in Ordnung. In Ordnung war auch der Anblick eines tschechischen Mädchens vor uns, leider ein wenig zu jung und freizügig nur am Rücken und nicht an der Frontseite, aber das konnte sich schon mal sehen lassen. Fraglich dagegen die Freundin, die mit Babykugel rauchend daneben saß. Muss jeder selber wissen. Das Spiel war ansehnlich, immerhin ging es ja noch für den Gastgeber um die EL-Qualifikation und so spielte man auch. Allerdings blieben die Torchancen ungenutzt und im Laufe des Spiels nahm meine Vorhersage bezüglich eines torlosen Remis immer mehr Gestalt an. In der Schlussphase kamen dann die Gäste zu mehreren Kontergelegenheiten und in der Nachspielzeit zappelt schlussendlich der Ball im Netz. Ärgerlich für Teplice, denn der direkte Konkurrent hatte deutlich verloren und so hätte ein Punkt zur Qualifikation gereicht. Da hat wohl die Kommunikation auf und neben dem Platz gefehlt. Wir zogen nun davon, die gebuchte Unterkunft wartete und dorthin hatten wir ja auch noch einige Meter zu fahren. Das hübsche Mädchen erwartete uns bereits, so hatte ich die Lady in etwa vorgestellt. Gut, vielleicht ein wenig Brust, aber konnte definitiv gefallen. Umso besser allerdings noch die Bedienung, ob diese überhaupt ein Höschen drunter hatte, weiß ich nicht, aber der Stofffetzen war sehr knapp bemessen und ging gerade so über die Arschbacken. Natürlich schön als sie in der Küche etwas fallen ließ und es dann aufhob. Lustmolche on Tour. Nach paar Pivos zogen wir uns dann ins Zimmer zurück, noch paar Minuten das Internet belästigt und dann war es auch schon Zeit für die Nachtruhe.

TJ Svádov-Olšinky vs. TJ Sokol Uncín 1-3

I.B třída dospělých - sk. B                 
Stadion TJ Svádov-Olšinky
Zuschauer: 50


Im Ústecký kraj sind ja des Öfteren auch Spiele am frühen Nachmittag, so auch heute, Auswahl war genug, qualitativ aber wenig lohnenswertes. So gab es dann eigentlich nur ein Spiel, was qualitativ auch Sinn macht, leichten Umweg muss man in Kauf nehmen, aber das passt schon. Erneut zeitig vor Ort gewesen, ein Schattenplatz am Straßenrand ergattert und dann noch paar Minuten im Auto verblieben. Nun mal telefonisch die Übernachtung für die Nacht klar gemacht, die anvisierte Pension wurde mir als ausgebucht zurückgemeldet und bei booking war nur eine Check-In-Zeit von 14 bis 18 Uhr zu lesen. Natürlich völliger Quatsch, man kann bis 22 Uhr kommen. Das Zimmer dann also eingeloggt, sogar deutlich billiger als via booking (900 zu 1189 CZK), da konnten wir vor Ort gar noch das Frühstück dazubuchen für je 100 CZK. Dazu aber später mehr. Jetzt war erst einmal Fußball angesagt. Paar deutsche Stimmen konnten vernommen werden, war aber vorher schon klar, da man ja das ein oder andere Auto mit deutschem Nummernschild erblickt hatte. Eintritt erneut frei, der Magen knurrte und die Kehle war trocken. Gekonnt bestellt, nur bei der Frage, welche Klobasa kam ich auf Tschechisch nicht mehr mit, so wurde dann die Frage eben auf Deutsch gestellt, ob Weiß oder Rot. Traurig. Wir ließen uns unter der verrosteten Tribüne nieder, auf dem Dach sicherlich um die 50 Grad, da drunter ging es gerade noch so, wobei ein Lüftchen sicherlich gut getan hätte. Das Spiel irgendwie verfolgt, war nicht unbedingt gut, aber auch hier fielen immerhin vier Tore. Und auch die Zuschauerzahl wurde ein wenig mehr als noch beim ersten Spiel, diesmal ganze 19 Zuschauer gezählt plus Einige von einer benachbarten Veranstaltung, aber das waren niemals die offiziell 50 Zuschauer. Was mache ich mir darüber eigentlich einen Kopf, nun ja, ein wenig realistisch sollte es ja schon sein, im Endeffekt aber auch nicht weiter tragisch, ob jetzt 19 oder 50 Zuschauer da sind, wichtig ist, dass der Woody anwesend ist und so seinen nächsten Tschechen einfahren kann…

SK Ervenice-Jirkov U19 vs. FK Litomericko/TJ Žitenice U19 3-0

ČEZ Krajský přebor staršího dorostu                 
Městský stadion
Zuschauer: 29


Lange habe ich überlegt, wie es hier weitergeht. Macht es überhaupt noch Sinn? Zeitlich bin ich derweil ziemlich eingeschränkt um den Blog stets aktuell zu halten, es gibt andere Sachen zu tun, die teilweise wichtiger sind, dann brauchst du Motivation zum Schreiben, was soll man schreiben, kreativ muss man sein, damit es sich nicht alles gleich anhört. Eigentlich wollte ich den 1000. Bericht bereits im letzten Jahr geschrieben haben um dann ein sauberes Ende herbeizuführen, hat nicht geklappt und so folgt nun der 1000. Bericht. Ja, ich mache weiter, erstmal, vielleicht auch nur bis zum Ende des Jahres, wenn es mich weiterhin zeitlich derart einschränkt, dass andere Sachen auf der Strecke bleiben. Ich werde sehen. Endlich, nach gut sechs Monaten ohne Urlaub, kann ich mal wieder die Beine hochlegen, entspannen und nichts machen. Ja, ich habe Urlaub. Die ersten fünf Monate im Jahr waren arbeitstechnisch wirklich extrem, daher auch die maue Ausbeute von neuen Grounds, ich hoffe, dass es nun alles besser wird, positiv an die Sache rangehen und daran glauben. Und so kann ich dann auch mal wieder eine Tour machen, zwar nur nach Tschechien, aber auch dort warten ja weiterhin nette Tribünen, Pivo und Klobasa sowie einige hübsche Mädchen. Ach Woody, willst du nicht mal nach Bulgarien fliegen? Klar, hätte ich machen können, der Zeitraum wäre aber für mich persönlich aktuell zu lang gewesen, ich brauche Zeit für mich, will nicht eingeengt sein bzw. mich auf die Couch legen, wenn mir danach ist und einfach mal stressfrei leben. So wurde dann eben eine etwaige Bulgarien-Tour abgesagt und für Tschechien entschieden, zwei Tage nur von zu Hause weg, das ist zu verkraften. Und dann kommt noch dazu, dass man nicht selber fahren muss, der Kollege aus dem Rhein-Main-Gebiet erklärte sich bereit sein neues Gefährt mal ins Ausland zu befördern, einziger Nachteil, es ging erst am Samstagmorgen los. Sehr früh. Um fünf Uhr trafen wir uns am Pendler in Hösbach, die Nacht hatte ich nicht gut geschlafen, immer wieder Angst zu verschlafen. Und auch den Nachholbedarf konnte ich nicht im Auto erledigen. Sei´s drum, Solidarität mit dem Fahrer. Via A3 und später Chemnitz ging es dann in Richtung Tschechien, auf die Vignette wurde verzichtet, wären vermutlich eh nur paar Kilometer gewesen, da ist das Preis/Leistungsverhältnis eher schlecht. Aber es ging auch so, zeitlich gut voran gekommen und dann zeitig vor Ort gewesen. Selbst ein Supermarktbesuch war noch drin, ehe wir am Stadion parken konnten und dieses dann betraten. Ja, ich bin kein Freund von Jugendfussball, aber nach meiner Information spielen hier keine Herren, so dass das Stadion eben mit der U19 erledigen werden muss. Wenn es die U19 ist, ich dachte zumindest so. Can hatte da seine Zweifel, allein von der Körpergröße der Spieler sah es doch eher nach U17, also B-Jugend aus und auch der Schiedsrichter dachte vermutlich, er sei bei der U17. Denn komischerweise wurde der erste Durchgang bereits nach 43 Spielminuten abgepfiffen und auch im zweiten Durchgang war nach extakt der gleichen Zeit Schluss. Hatte ich mich also in der Rangfolge vertan oder hatte der Schiedsrichter einfach nur die Uhrzeit ungenau genommen? Ich gehe schlussendlich von letzterem aus, denn laut Spielbericht erzielten die Gastgeber das 3-0 in der 82. Spielminute, bei U17 und 2x40 Minuten wäre es ja dann die 80. Spielminute gewesen und nicht die 82. Also alles gut, der erste Ground war im Sack. Eintritt wurde keiner kassiert, so kommt dann wohl auch die differenzierte Zuschauerzahl zustande, offiziell 29 Zuschauer, gezählt habe ich aber nur 12. Und es waren definitiv nicht mehr als 15 anwesend. Aber egal. Auch ans erste Pivo traute ich mich noch nicht herum, drei verschiedene Umdrehungen konnten bestellt werden, ich wollte aber nicht gleich mit der höchsten Umdrehung anfangen, hätte ich zumindest hier die tschechische Bezeichnung für gewusst. So gab es eben nach dem Spiel nur ein Schluck Wasser aus der Pulle, aber aufgeschoben ist ja nicht gleich aufgehoben…

Samstag, 1. April 2017

A.G.I.I.R. Florival vs. Wittelsheim A.S.C.A. 3-2

Promotion d´Excellence A Groupe A                 
Stade du Heissenstein
Zuschauer: 75


Wenn man schon mal in Südbaden ist, so kann man am Abend dann gleich auch noch einen Franzosen im angrenzenden Bezirk mitnehmen. Seit geraumer Zeit befindet sich ein Stadion auf meiner imaginären Liste, welches natürlich asap zu besuchen galt. Dank hierfür an die Jungpfarrer, nicht etwa für den Besuch meinerseits, sondern für die Präsentation ihrerseits vor einigen Monaten. Zeitlich war es dann tatsächlich eine enge Kiste, der Polo wurde getreten und so konnte die Ankunftszeit von 18.39 Uhr auf 18.26 Uhr reduziert werden, die Kiste am Straßenrand geparkt und zum Anpfiff saßen wir auf der Tribüne. Soweit alles im Lot. Weniger schön, dass man, wie üblich, in den Niederungen des französischen Fußballs einen Grill vergebens sucht, so musste das Abendessen ohne den Woody stattfinden und auch eine Merguez konnte nicht im Bauch landen. Aber ich habe es überlegt. Glücklicherweise die Jacke eingepackt, denn am Abend wurde es plötzlich richtig frisch, da halfen auch die fünf erzielten Tore für keine Erwärmung, auch nicht der Grasgeruch, welcher von der Jungmeute in die Luft geblasen wurde. Allerdings wurde einem ein bisschen wärmer aufgrund der hervorragenden Tribüne. Ein edles Teil aus Holz steht hier an der Längsseite, verständlich, dass es auf der imaginären Liste einen Platz im Top-Bereich fand, nun aber nach dem Spiel auch schon wieder gestrichen ist. Der heutige Gastgeber besteht im Übrigen aus einer Fusion von fünf Vereinen, erfreulicherweise wird aber im besten Stadion der Fünf gespielt, sonst hätte man das Teil eventuell nur mit Jugend machen können. Aber selbst wenn, wenn keine Herren dort spielen, geht es eben nicht anders zu machen, Hauptsache 2x45 Minuten. Die Zeit brauchten wir dann nicht ganz nach Hause, es waren eher 4x45 Minuten, wobei kein Wechsel stattfand und auch keine Pause eingelegt wurde. Ich war platt, schlief auf dem Beifahrersitz, wachte paar Mal auf und erkannte Schilder, wo wir in etwa sind, dann waren die Augen wieder zu. Endlich daheim, so gegen 0.30 Uhr dürfte es gewesen sein, direkt ins Bett und zwölf Stunden später aufgewacht. Der Sonntag war natürlich gelaufen, auf Dauer brauche ich dieses Körpergeficke auch nicht, aber einmal geht und irgendwie bin ich ja auch zufrieden, dass ich mal wieder das Leder live rollen gesehen habe und nicht nur auf sky von der Couch aus. Vielleicht wird es ja in naher Zukunft wieder mehr Fußball geben, es kommt alles auf die Arbeit drauf an, denn damit verdiene ich mein täglich Brot, wobei ein übertriebener Stress sicherlich nur zum verfrühten Tod führt als zu irgendwas anderem…

FV Herbolzheim vs. SF Elzach-Yach 0-3

Landesliga 2 Südbaden                 
Sven-Kovacs-Stadion
Zuschauer: 100


Es ist ja nicht so, dass ich in diesem Jahr nicht zum Fußball fahren möchte, vielmehr war der ausschlaggebende Punkt an der Arbeit und dementsprechend an der körperlichen Verfassung. Manch einer mag da mit vorgehaltener Hand über den Woody gelästert haben, aber wenn man die Umstände nicht kennt, sollte man sich dann doch eventuell zurückhalten. Heute war also der Tag gekommen um mein erstes Spiel im Jahr 2017 zu machen. Ich habe zwar weiterhin Nachtschicht und verlasse dadurch am Samstag erste gegen 8 Uhr die Firma, heute hatte ich aber mal einen Fahrer, bei dem ich mich verlassen kann, auf dem Beifahrersitz Platz nehme und entspanne. Ausgerechnet am 01.April war also der Startschuss in das neue Hoppingjahr, an jedem Tag, an dem so manch einer witzig ist und für einen Aprilscherz aufgelegt ist. Ich heute allerdings nicht, es ist kein Scherz, dass ich wieder unterwegs bin, nein, es stimmt wirklich. Und so konnte ich nach der Arbeit noch für paar Minuten entspannen, ehe es zum bekannten Treffpunkt bei Rodgau ging, ich mich im Ersatzwagen, einem VW Polo, hinterließ und wenig später schon die Augen schloss. Ein Polo ist halt kein sonderlich großes Auto, wichtig sind aber die vier Räder und dass es fährt. Schlafen im Auto kann ich, aber ist natürlich nicht mit normalem Schlaf vergleichbar und so kam ich definitiv nicht ausgeschlafen in Herbolzheim an. Dafür strahlte die Sonne, ist ja auch was, nach Stadionprüfung ging es nochmal in die Innenstadt zwecks Nahrungsaufnahme. Zurück zum Stadion, fünf Euro wurde an Eintritt verlangt, Karte auch vorhanden und nach einer kleinen Platzrunde konnte das Spiel beginnen. Aber ehrlich gesagt, nach nun acht Wochen, kann ich mich an das Spiel kaum bis gar nicht erinnern. Eine Schande vielleicht, aber man hat in der Zwischenzeit soviel andere Sachen im Kopf, da kann man schon mal ein Spielverlauf in der Landesliga Südbaden vergessen. Ich meine, das Spiel wäre 0-3 ausgegangen, ich vergewisser mich aber nochmal auf bekanntem Portal, ehe ich im Betreff ein falsches Ergebnis schreibe. Wir scharrten dann zu Spielende mit der Hufe am Ausgang, war noch ein weiteres Spiel anvisiert und zeitlich könnte es dann doch knapp werden. Abpfiff, ein Sprint und weg waren wir…

Sonntag, 6. November 2016

C.F. Reus Deportiu vs U.D. Levante 0-1

Segunda División                 
Estadio Camp Nou Municipal
Zuschauer: 4107 (150)


Gut 30km waren noch zu absolvieren bis zum letzten Spiel der Tour. Wie im Vorbericht erwähnt, war sowohl die Parkplatzsituation als auch die Ticketfrage völlig unklar, vor Ort dann feststellen müssen, dass die Parkplätze, welche ich auf Google Maps gesehen hatte, durch die Polizei gesperrt waren. Aber da viel Gewerbe in der Nähe ansässig ist, kann man dann problemlos an der Straße parken, knapp 600 Meter waren es zum Stadion, also kein großes Ding. Um nochmal auf die Ticketfrage zurück zu kommen. Natürlich hatte ich per e-mail angefragt, aber auf der Webseite bekommt man eben kaum Informationen dazu, lediglich eine e-mail-Adresse wird angegeben, info@..., bringt ja meist nicht soviel. Natürlich habe ich es auch mit der bekannten Adresse versucht, wie es eben auf Spanisch heißt, der Versuch kam aber postwendend mit einer Fehlermeldung zurück. Von der Info-Adresse habe ich, wie zu erwarten, keine Antwort erhalten, so dass es vor Ort eben spannend wurde. Dreimal haben die drei jungen Damen die Listen kontrolliert, meinen Namen aber nicht gefunden, aber hier wirst du dann eben (noch) nicht abgewimmelt, es wird nachträglich was ausgestellt und schon hat sich auch die Ticketfrage erledigt. Ich vermute, dass man die katalanische Schreibweise probieren sollte, d.h. mit „m“ geschrieben, denn auf der Tribüne fand ich eben genau diese Schreibweise. Nur mal als Tipp, sollte jemand in naher Zukunft vorhaben dem Verein einen Besuch abzustatten. Nun war ich also drin, ich verzog mich ganz nach außen auf die Tribüne, anscheinend freie Platzwahl hier, denn die Sitze waren nicht nummeriert. Achso, Angst wegen Ticket natürlich auch, weil das Stadion nur 4847 Zuschauer fasst, bei den letzten Heimspielen kamen immer so gegen 4000 und das heutige Spiel ist ja schließlich ein echtes Topspiel, 4. gegen 1.. Da kann die Bude schon mal ausverkauft sein. Wurde diese am Ende aber nicht, aber man weiß ja nie. Lag vielleicht auch daran, dass der FC Barcelona mit 45 Minuten Versetzung fast zeitgleich spielte, wenn auch auswärts, dies aber im TV eher begutachtet wird als das Heimspiel in der Heimatstadt. Keine Ahnung, nur eine Vermutung. Der Neuling aus Reus traf nun also auf den Absteiger aus Levante, von einem Derby zu reden, ist wohl zu weit ausgeholt, dürften es noch locker 200 Kilometer sein, das echte Derby gegen Tarragona, ist glaube ich das nächste Heimspiel. Aber auch dies nur nebenbei. Das Spiel war eines Topspiels würdig und sehr unterhaltsam. Die Gäste hatten zwar die erste große Chance, der Schuss ging knapp am Tor vorbei, aber sonst war es der Gastgeber, der den Ton angab und die Schritte in die richtige Richtung machte. Nur ein Tor sollte eben nicht fallen. Halbzeit 0-0, so ging es auch Anfang des zweiten Durchgangs weiter, ich vermutete bis zur 60. Spielminute auf ein torloses Remis, doch dann folgte ein katastrophaler Rückpass des Abwehrspielers in den Lauf des Gästestürmers, welcher eiskalt vor dem Tor blieb und zur Führung einschob. Ärgerlich für die Hausherren. Daran sollte sich dann auch bis zum Ende nichts mehr ändern, der Neuling verlor sehr unglücklich das Spiel, aber wird daraus sicherlich Lehrgeld beziehen und es beim nächsten Mal besser machen. Wenn nicht, dann ist es eben so. Ich eilte nach dem Spiel noch schnell in die Heimkurve, machte die obligatorischen Fotos und verzog mich dann wieder zum Auto, hatte ich ja noch gut 100 Kilometer vor mir, ohne Mautstrecke versteht sich. Zunächst aber noch das gelbe M aufgesucht, ein wenig den Magen vollschlagen, noch einen Kaffee schlürfen, das Internet mit allen wichtigen Informationen befragen und versorgen und dann konnte die Reise zum Flughafen BCN angetreten werden. Soweit kein Problem, ordentliche Musik dröhnte aus den Boxen, so dass die Fahrerei zum Schluss nochmal Spaß machte. Nur die Strecke zwischen Sitges und Castelldefels ist nicht die Schönste zu fahren. Mir war dann doch zum Teil recht schwindelig und im Dunkeln ist diese kurvenreiche Strecke nochmals schwieriger zu fahren. Jeder, der diese Strecke schon mal gefahren ist, weiß von was ich spreche, dem Rest kann ich diese Route einfach mal empfehlen. Der Rest war dann nur noch Routine, doch kurz vor dem Flughafen dann noch eine Polizeikontrolle. Also keine Möglichkeit dieser auszuweichen, war die Kontrolle Richtung Terminal aufgebaut. Ich bin natürlich langsamer geworden, blieb dann stehen, es wird ins Auto geleuchtet, werde wohl als Touri erkannt und durch gewunken. Gut, ich hätte aber auch so natürlich nichts zu verbergen gehabt. Das Auto an der nahen Tankstelle wieder vollgetankt und dann zur Mietwagenstation um das Auto abzugeben. Alles etwa dreimal kontrolliert, dann sollte ich aber wirklich alles haben, den Schlüssel in die Dropbox geworfen und das Abenteuer Barcelona war fast erledigt. Nun nur noch knapp fünf Stunden auf den Abflug warten, aber ich musste ja in T1, also noch auf den Shuttlebus gewartet und wieder verging Zeit. Irgendwie diese dann natürlich auch rumbekommen, um 5 Uhr die Sicherheitsschleuse passiert, noch einen Kaffee getrunken, rausgegangen zum Rauchen und irgendwann gesehen, dass das Boarding ja schon läuft. Ziemlich früh, aber auch verständlich, denn als ich wieder ans Gate kam, war die Schlange ziemlich lang. Meine Güte, die Maschine scheint komplett voll zu sein und das mit einem 6 Uhr-Flug? Hätte ich niemals mit gerechnet. Aber so war es dann leider. Ich hatte mir zum Glück meinen Lieblingsplatz gesichert, dennoch kaum Platz gehabt. Immer wieder eingeschlafen, doch von einem vorbeilaufenden Menschen berührt worden und wieder aufgewacht. Irgendwann war aber auch der Flug vorbei, bei Landung auf die Uhr geschaut, 7.40 Uhr, offizielle Landung 8.15 Uhr. Schon mal top. Klar, dauert noch ein wenig bis man am Gate wieder andockt und wenn man hinten sitzt, dauert es auch noch seine Zeit, aber um 8.03 Uhr verließ ich das Flugzeug, wenig später war ich an der frischen, kalten Luft. Natürlich wurde schon die rmv-Seite befragt, 8.11 Uhr fährt der Bus, immerhin 30 Minuten vorher zu Hause. Diesen auch bekommen, bis nach Dreieich-Buchschlag zum Bahnhof gefahren, dort weiterhin das Glück auf meiner Seite gehabt und einen verspäteten RE bekommen. Nochmal Zeit gewonnen, so dass ich am Ende gut 50 Minuten früher zu Hause war. Hat sich der Woody aber auch mal verdient. Noch schnell frühstücken, duschen und dann ins Bett. Vom Montag hatte ich dann allerdings nicht mehr viel, aber dies war auch fast so eingeplant, bringt mich eine weitere Nacht in Barcelona mit späterem Rückflug auch nicht weiter…

F.C. Atletic de Valls vs C.F. Pobla de Mafumet B 1-5

Tercera Catalana Grup III                 
Estadi del Vilar
Zuschauer: 160


Für den Nachmittag war die Auswahl natürlich groß, wurde dann aber immer kleiner nach Prüfen der geografischen Lage bzw. des Stadions. Es sollte ja zum Abendspiel geografisch passen und auch irgendwas her machen, einen Kunstrasenplatz ohne Ausbau brauche ich erst gar nicht besuchen und so blieben am Ende nur noch zwei Spiele übrig. Entweder Alcover oder Valls, wobei Alcover bereits um 16.30 Uhr anfing, Valls dagegen erst um 17 Uhr. Keine Ahnung, was mich geritten hat, ich entschied mich für das spätere Spiel, vermutete in Valls einfach das bessere Stadion. Beurteilen kann ich es natürlich nicht, war ich nicht in Alcover um dies zu prüfen, hätte ich vielleicht mal machen sollen. Aber okay. Zunächst musste ich mal aus Barcelona rauskommen, jeder der schon mal in einer Großstadt rumgefahren ist, weiß, wie nervig das sein kann. Und dann auch noch fast einen Auffahrunfall produziert, nachdem ich Schmerztabletten eingenommen hatte. Aber ging ja alles gut. Endlich raus aus der Stadt, via Landstraße ging es weiter in den Nordwesten Kataloniens, zum Teil echt nervig, dass bei freier Strecke nicht mehr als 100 erlaubt ist. Mehr traue ich mich dann auch nicht, mitten in der Natur wartet irgendwo mal die Polizei um einen Temposünder rauszuziehen. Eile war aber auch nicht notwendig, ich war zeitig vor Ort, gegen 16 Uhr traf ich in Valls ein und da ich noch einen Parkplatz ergattern konnte, fiel die Stadtbesichtigung aus. Hat wohl ein, zwei interessante Ecken, aber wegfahren wollte ich jetzt auch nicht mehr. Kurze Stadionbesichtigung, erneut der typische, spanische Einheitsbrei, nur verwirrt war ich etwas von der Ankündigungstafel. Dort stand das geplante Spiel für 19 Uhr. Gut, macht ja wenig Sinn, wenn die Gäste drei Stunden vorher anreisen, denn diese waren bereits vor Ort, aber zur Sicherheit nochmal in der Gastro nachgefragt, erst auf spanisch versucht, aber da bin ich einfach zu schlecht, auf englisch es dann hinbekommen und die Bestätigung bekommen, Anstoß 17 Uhr. Nochmal raus, in eine Bar gesetzt, noch einen Kaffee getrunken um dann rechtzeitig wieder zurück zum Stadion zu gelangen. Der Kassierer war mittlerweile auch präsent, war mir klar, dass dieser kein Englisch sprechen würde, also auf spanisch erneut versucht, aber diesmal weitergekommen. Es wird kein Eintritt verlangt, lediglich für die Lose muss man zahlen. Da ich aber den Fresskorb wahrlich nicht hätte gebrauchen können, wie soll ich diesen ins Handgepäck bekommen, besorgte ich mir keine Lose und ging rein. Kein Eintritt bedeutet zugleich aber auch keine Eintrittskarte. OK, gibt schlimmeres. Ich verzog mich ins hinterste Eck, die Sonne war noch zugegen und die vermutlich letzten Sonnenstrahlen im Jahr 2016 wurden nochmal aufgesaugt. Als dann aber die Sonne weg war, wurde es ungemütlich, so dass ich in der Halbzeit den zweiten Pullover aus dem Auto holen musste. Sollte es jemanden interessieren. Die kleinen Spanier können mich schon echt nerven, besonders mit ihrer Schauspieleinlage. Bei jedem Zweikampf wird geschrien und auf dem Boden liegen geblieben um dann kurze Zeit später weiterzuspielen. Das nervt nicht nur, kostet auch Zeit, wertvolle Zeit. Zumindest für mich. 39. und 45. Spielminute die ersten zwei Tore des Spiels, bin ich bis dato noch ausgegangen, die Gastgeber würden führen, nach der turbulenten Anfangsphase im zweiten Durchgang (innerhalb acht Minuten 3 Tore), schaute ich mal auf die Anzeigetafel und musste ein 1-4 lesen. Nun gut, wohl doch nicht ganz bei der Sache. Zwanzig Minuten vor Schluss dann das 1-5, die endgültige Entscheidung, danach nur noch eine handgreifliche Auseinandersetzung, obwohl doch vor dem Spiel mittels Banner gegen Gewalt beim Fußball aufgerufen wurde. Sachen gibt´s. Den Abpfiff sollte ich dann nicht mehr miterleben, haute ich ein wenig früher ab. Durch diese Schauspieleinlagen wird die Nachspielzeit immer extrem hoch angesetzt, darauf habe ich keine Lust und auch könnte es zeitlich eng werden zum Abendspiel. Ich kenne die Parkplatzsituation vor Ort nicht, sah auf Google Maps aber nicht gut aus und auch die Kartenfrage war bis dato nicht beantwortet. Doch im Endeffekt muss ich mir eben die Sinnfrage stellen, ob es alles richtig war, das spätere Spiel zu wählen, nur um eventuell einen besseren Ground zu machen. Womöglich ja, womöglich nein, doch am Ende blieb es beim 1-5, ich hatte zumindest kein Tor verpasst und doch dauert ein Spiel eben so lange bis der Schiedsrichter abpfeift…

U.E. Sant Andreu vs F.C. Ascó 1-1

Tercera Division Grup V                 
Camp Municipal Narcís Sala
Zuschauer: 600


Die Nacht war in Ordnung, allerdings schon weit vor dem Wecker wach geworden. Liegen geblieben und nochmal versucht zu schlafen, ging aber nicht, TV an und Musik gehört, wurde es dann doch irgendwann mal Zeit aufzustehen. Und auch wenn es nur zehn Minuten bis zum ersten Spiel sind, so wollte ich rechtzeitig los, liegt das Stadion schließlich in einem Wohngebiet und mit Parkplätzen ist es dort ja bekanntlich schwieriger. Die geplante Zeit um 10 Uhr dann nicht ganz einhalten können, aber fünfzehn Minuten später stand ich an der Rezeption und wenig später auch schon am Auto. Die Fahrt zum Stadion natürlich kein Problem, vor Ort aber das erwartete Problem mit den Parkplätzen. So bin ich dann gefühlt dreimal um den Block gefahren, Kopfschmerzen wegen dem Stress machten sich breit, ich hatte bereits vorlieb mit einem Parkhaus und damit zusätzlichen Kosten genommen, da taucht doch noch eine schmale Lücke vor dem Eingang auf. Für meinen kleinen Toyota nicht schmal genug und mit ein wenig Kunst bugsierte ich das Gefährt in die Lücke und war zufrieden. Die Sonne strahlte auch heute wieder vom Himmel, es war nun bereits kurz nach elf, nur Eingang am Ende der Straße offen. OK, wird wohl der Eingang sein, aber kassiert wurde hier nicht. Erneut professionell aufgetreten und ohne irgendwas präsentieren zu müssen, war ich im Inneren. Das war ja einfach. Immerhin ja vierte Liga, gestern in der dritten Liga war es dann doch ein wenig schwieriger. Noch schnell Leerfotos gemacht, dann die Kneipe aufgesucht und mit ein wenig Sprachproblemen doch meinen Kaffee serviert bekommen. Gut, ist jetzt nicht so schwer auf Spanisch einen Kaffee zu bestellen. Nur weiß ich, dass ich das nächste Mal doch eher con leche nehme, denn solo schmeckt der Kaffee einfach nur beschissen. Das Mittel heilt aber den Zweck, nur bei Kopfschmerzen sollte man eben keinen Kaffee trinken. Egal. Ich verzog mich nicht auf die Haupttribüne, wo ich ja eigentlich hingehörte, sondern saß mich auf die Gegenseite in die Sonne. Das Stadion sicherlich ein Pflichtground in Barcelona und auch wenn nur eine Seite überdacht ist, so kann sich das Stadion wahrlich sehen lassen. Gefiel mir ganz gut. Unterhalb der Tribüne noch einige Schmierereien bezüglich Ultras gesichtet, aber bis kurz vor Anstoß waren keine so genannten Ultras zu sehen. Mit Anpfiff präsentierten sich dann aber gut 30 Leute hinter dem Tor, sangen und unterstützten ihr Team, wobei mich die Gesangseinlage nicht mit offenem Mund da sitzen ließ. Aber kann ja in Spanien generell froh sein, wenn überhaupt ein wenig Musik im Spiel ist. Das war aber auch ohne Unterstützung von den Rängen der Fall, denn bereits nach drei Minuten klingelte es im Kasten der Gastgeber. Ich hätte persönlich vermutlich auf Platzverweis entschieden, der Schiedsrichter präsentierte aber nur den gelben Karton, der fällige Freistoß landete abgefälscht im Tor. Die Gastgeber präsentierten sich wenig geschockt, mit einem satten Schuss kann bereits nach acht Minuten der Ausgleich erzielt werden. Das Spiel war dann gar nicht mal so übel, konnte man sich ganz gut anschauen und auch die Schauspieleinlagen fielen weniger aus. OK, es verflachte dann zwar alles, aber auch das muss man hinnehmen. Hauptsache die Sonne schien und es war trocken, wenn auch der Wind nun ordentlich ging und Jacke schon Pflicht war. Ich dachte dann noch an eine Pyroshow der Ultras hinter dem Tor, es waren aber Cola-Dosen, wie ich kurze Zeit später feststellen musste, denn wer nimmt schon ein Bengaltopf an den Mund und trinkt daraus. Die Schlussphase hat es dann nochmal in sich, den Jubelschrei hatte wohl jeder Zuschauer, der für den Heimverein ist, schon auf den Lippen, aber der eingewechselte Spieler tritt völlig blank stehend über den Ball und vergibt somit den Heimsieg. Im Gegenzug wäre dann fast noch der Treffer für die Gäste gefallen, sollte aber auch nicht sein und so ging das Spiel Unentschieden aus. Ich war dennoch mit dem Mittag völlig zufrieden, wenn auch die Kopfschmerzen immer noch präsent waren. Das leidige Thema…

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